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Freitag, 18. Mai 2012

Historie - Vereinschronik - Übersicht und Epochen

Anfänge

1. Gründung und Anfänge


Nach dem 1. Weltkrieg im Jahre 1919 fanden sich einige junge, musikliebende Leute zusammen, die bereit und gewillt waren, ihre Freizeit zur Pflege und Förderung der Zupfmusik und des Volksliedes zu verwenden, angeregt durch das Zitherspiel des Friseurmeisters Ferdinand Adams. Nach Feierabend traf sich dieser kleine Kreis von Musikinteressenten in der Friseurstube beim "Ferdy" und lauschte den Zitherklängen. Da dem Ferdy auch das Mandolinenspiel nicht unbekannt war und einige der Zuhörer ebenfalls mit dem Spielen von Zupfinstrumenten vertraut waren, ergab sich der Wunsch nach einem gemeinsamen Musizieren fast zwangsläufig. Fehlende Instrumente wurden beschafft und eifrig erlernt, und nach einer gewissen Zeit konnte auch das Zusammenspiel schon probiert werden. Die Freude am gemeinsamen Musizieren verstärkte sich immer mehr, so dass gegen Ende des Jahres 1919 beschlossen wurde, einen Musikverein zu gründen.

Die offizielle behördliche Anmeldung erfolgte im November 1919, und somit war der Grundstein zu dem Musikverein "ALMENRAUSCH" gelegt. Der Name "ALMENRAUSCH" sollte die Verbundenheit zur Volks- und Wandermusik widerspiegeln.

Bis zum Ende des Jahres 1920 hatte sich der neue Verein zu einem beachtlichen Zupforchester entwickelt und konnte unter der Leitung des jungen Lehrers Josef Schütz mit Konzerten und ähnlichen Veranstaltungen an die Öffentlichkeit treten. Den Vorsitz führte der eigentliche Urheber dieses Vereins, der Friseurmeister Ferdinand Adams. Bis zum Jahre 1921 war der Mitgliederbestand auf 45 angewachsen, und dann trat der Verein dem saarländischen Mandolinen- und Gitarristenverband bei. Eigene und Gemeinschaftskonzerte mit anderen Zupforchestergruppen sowie viele Wanderungen inner- und außerhalb unserer Saarheimat wie nach Mettlach, Serrig, Trier, Luxemburg und Lothringen prägten das anfängliche Vereinsleben. Neben der Zupfmusik hatte sich auch ein Gesangsquartett gebildet, welches unter der Leitung von Josef Schütz Volkslieder zu Gehör brachte. Somit konnten die Instrumentaldarbietungen auch durch Gesang umrahmt werden. So war die Zeit bis zum Jahre 1924 für den Verein die Blütezeit des ersten Stadiums der Zupfmusik.

Umbruch

2. Umbruch


Im Jahre 1924 wurde unser 1. Dirigent, Lehrer Josef Schütz, nach Auersmacher versetzt. Dadurch war im Moment das Zupforchester etwas verwaist. Für kurze Zeit übernahm Herr Kredek aus Saarfels die musikalische Leitung. Aber nach und nach war das Interesse an einem Streichorchester immer mehr in den Vordergrund getreten. Auf Anregung des Initiators Ferdinand Adams wurde daher ein Streichorchester gegründet und die Leitung dem ehemaligen Militärmusiker Fritz Neubert übertragen, der auch die Ausbildung weiterer Streichmusiker übernahm. Herr Neubert widmete sich seiner Aufgabe mit so großem Fleiß, dass bereits ein Jahr später in Gemeinschaft mit dem Gesangverein "Germania" eine Operette erfolgreich zur Aufführung gebracht werden konnte.

Zu einem wichtigen Markstein unserer Vereinsgeschichte wurde das Jahr 1925. Das vor dem 1. Weltkrieg bestehende Blasorchester des Musikvereins "Harmonie" Rehlingen wurde durch den Krieg so geschwächt, dass es sich auflösen musste. Für den Musikverein "ALMENRAUSCH", der zu diesem Zeitpunkt lediglich ein Streichorchester führte, stellte sich die Aufgabe, in Rehlingen ein neues Blasorchester wieder aufzubauen. Auch hier erwies sich unser Gründungsvorsitzender als guter Organisator. Der Rest von 4 Mann aus dem alten Orchester wurde übernommen, und erneut begann für junge Musiker eine harte Lehrzeit. Die musikalische Leitung lag ebenfalls in den Händen von Fritz Neubert. Durch Fleiß und Ausdauer von Dirigent und Musikern konnte sich in verhältnismäßig kurzer Zeit ein neues Blasorchester der Öffentlichkeit präsentieren. Seit dieser Zeit ist das Blasorchester des Musikvereins "ALMENRAUSCH" ein fester Bestandteil vieler kirchlicher und weltlicher Feste.

Kriegszeiten

3. Vor- und Nachkriegszeit


Am 15. Januar 1930 legte Ferdinand Adams sein Amt als 1. Vorsitzender nieder. Sein Nachfolger wurde der Mitbegründer des Vereins, Hubert Brossette, welcher die Vereinsgeschicke als 1. Vorsitzender bis zum Ende des Jahres 1967 (!) leitete. Die Entwicklung machte auch weiterhin gute Fortschritte. In den Jahren bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges konnte der Verein auf viele schöne Erfolge und Veranstaltungen wie Konzerte, Aufführungen von Operetten, Gesellschaftsabende und interessante Ausflüge zurückblicken. Besonders erwähnenswert ist der Ausflug an Pfingsten 1934 für 2 Tage an den Rhein nach Remagen und Oberwinter, wobei gleichzeitig der frühere Pfarrer von Rehlingen, Herr Pastor Weber, besucht wurde. Ferner wurde im gleichen Jahr das Fest unseres 15jährigen Bestehens unter Beteiligung zahlreicher auswärtiger Vereine und der Ortsvereine sowie unter reger Anteilnahme der Rehlinger Bevölkerung gefeiert. Der Mitgliederstand war mittlerweile auf 133 Personen angewachsen.

Der Ausbruch des 2. Weltkrieges im September 1939 zerstörte auch bei uns die mühsam aufgebaute Vereinsarbeit. Die Musiker wurden größtenteils auf die verschiedenen Kriegsschauplätze zerstreut. Leider haben viele von ihnen die Heimat nie wieder gesehen. Durch die beiden Evakuierungen 1939 und 1944 gingen fast alle Instrumente sowie ein Großteil des Notenbestandes verloren. Der Krieg ging 1945 wohl zu Ende, aber der Verein lag vollständig am Boden und es schien nach den Kriegswirren und der allgemeinen Not der Bevölkerung zunächst fast aussichtslos, den Wiederaufbau des Vereins in Angriff zu nehmen. Erst nach der Heimkehr unseres 1. Vorsitzenden aus russischer Gefangenschaft im Jahr 1948 rafften sich einige übriggebliebene Musiker und treue Anhänger des Vereins auf, mit dem Bestreben, den Verein doch wieder aufzubauen.
Nach Überwindung verschiedener Schwierigkeiten geschah dies dann im Jahre 1949, genau 30 Jahre nach Gründung des Vereins. Der Anfang war noch recht kümmerlich. Es wurde zuerst das Streichorchester in Betrieb genommen, bis wieder genügend Blasinstrumente beschafft waren. Aber wiederum ging es mit Opferbereitschaft und großem Interesse rascher aufwärts, als man geglaubt hatte. Im Jahre 1950 konnten Streich- und Blasorchester wieder an die Öffentlichkeit treten. Der rege Anteil der Bevölkerung auch in diesem kulturellen Bereich ließ die Mitgliederzahl sehr rasch ansteigen. Auch junge Musiker fanden sich mehr und mehr bereit, aktiv mitzuwirken. 1951 war die Mitgliederzahl der Vorkriegszeit bereits überschritten.

Es folgte nun am 9. und 10. Juni 1951 unser 30-jähriges Stifungsfest, weil dies 1949 noch nicht möglich war. Dieses Stiftungsfest war für Rehlingen ein wirkliches Volksfest, wie es noch nie zuvor zustande gekommen war. Viele auswärtige Vereine, auch ausländische Musikvereine, beehrten mit ihrem Besuch unser Fest. Dies war das erste große Dorffest nach dem Kriege.

Vielfalt

4. Vielfalt


Im Jahre 1952 übernahm der Musiklehrer Alois Mommenthal aus Beckingen die musikalische Leitung der beiden Orchester (Streich-und Blasorchester). Gleichzeitig nahm jetzt das Zupforchester, welches eigentlich den Grundstock zu unserem Verein legte, unter der Leitung seines 1. Dirigenten Josef Schütz die Arbeit wieder auf. 1954 trat unser Verein dem "Bund Saarländischer Musikvereine" bei, während die Zupfmusik dem "Bund für Zupf- und Voksmusik" angeschlossen wurde.
Somit war unser Musikverein mit drei Orchestern, zwei Dirigenten, angeschlossen an zwei Musikbunde, der stärkste Verein unseres Dorfes, der sich in unserer Heimat allgemeiner Beliebtheit und eines großen Ansehens erfreute. Im Jahre 1955 konnte der Verein 308 Mitglieder verzeichnen, darunter ca. 80 Aktive in den drei Orchestern.

Die Leistungen und Erfolge bei den eigenen sowie bei gemeinsamen Konzerten mit auswärtigen Vereinen waren durchweg als gut anzusehen. Auch bei den mittlerweile vom "Bund Saarländischer Musikvereine" initiierten Wertungsspielen konnte mehrmals die Note "hervorragend" für den Verein verbucht werden.

Im Jahre 1956 trat der Dirigent des Zupforchesters, Josef Schütz, aus gesundheitlichen Gründen zurück. Seitdem lag die musikalische Leitung der drei Orchester in der Hand von Alois Mommenthal. Am 6., 7. und 8. Juni 1959 feierte der Verein sein drittes Jubiläum, das 40-jährige Bestehen des Musikvereins. An dem imposanten Festzug beteiligten sich außer den Ortsvereinen 26 auswärtige Musikvereine. Auch diesmal nahm die Rehlinger Bevölkerung regen Anteil am Fest ihres Musikvereins. Erwähnenswert ist auch noch der im September desselben Jahres durchgeführte Ausflug nach Mayen (Eifel), der bei allen Beteiligten in bester Erinnerung blieb.

Im Mai 1960 konnte anlässlich des Heimaturlaubes von Pater Jung ein auf gutem Niveau stehendes Instrumental- und Vokalkonzert unter Mitwirkung des Gesangvereins "Perle" Erbringen und unserer 3 Orchester zugunsten des kath. Missionswerkes im Vereinslokal durchgeführt werden.

Um den Nachwuchs für den Verein zukünftig zu sichern, wurde im Spätherbst 1961 ein Jugendorchester gegründet. Die Ausbildung und Leitung wurde teils dem aktiven Musiker Willi Hektor (Holzbläser), teils dem Musiklehrer und Dirigenten Alois Mommenthal (Blechbläser) übertragen. Mit 16 schulpflichtigen Jungen und Mädchen wurde die Arbeit aufgenommen, und 2 Jahre später wurde unser Blasorchester mit 12 dieser jungen Spieler verstärkt.

Zu einem besonderen Ereignis in unserer Vereinsgeschichte wurde dann das Konzert am 14. Oktober 1962. Der Musikverein konnte sich in diesem Konzert mit 4 eigenständigen Orchestern präsentieren. Dies wurde selbst von den an diesem Abend anwesenden Delegierten des Bundes als grandiose und einzigartige Leistung bewertet.
Die Ausführenden dieser Veranstaltung waren:
1. Das Blasorchester
2. Das Streichorchester    
3. Das Zupforchester        
4. Das Jugendorchester     des Musikvereins"ALMENRAUSCH"

Letzteres war wohl instrumental nicht ganz ausgeglichen, aber das Spielen der noch schulpflichtigen Kinder wurde ihrem Alter entsprechend als sehr lobenswert bezeichnet.

Durch Vermittlung des "Bundes Saarländischer Musikvereine" beteiligte sich unser Verein als Vertreter der Saarvereine an dem 1 10 jährigen Stiftungsfest des Musikvereins Wipperfürth vom 25. - 27. Mai 1963. Bei dem gleichzeitig dort durchgeführten überregionalen Wertungsspielen erreichte unser Verein mit 117 von 120 möglichen Punkten das Prädikat "Hervorragend". Nicht nur der musikalische Erfolg, sondern auch die herzliche Aufnahme in Wipperfürth ließen die drei schönen Tage für alle Teilnehmer zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

Im Jahre 1965 wurde unter der Stabführung von Curt Jakobs ein Unterhaltungsorchester ins Leben gerufen. Dieses rekrutierte sich überwiegend aus Aktiven des Blasorchesters. Eine gelungene Mischung aus Saxophonen, Trompeten, Posaunen, Zupfbass, Akkordeon und Schlagzeug konnte Curt Jakobs zu einem gern gehörten Klangkörper formen, der sich der Tanz- und Unterhaltungsmusik widmete.

Blasmusik

5. Konzentration auf Blasmusik


Im Nachhinein muss es dem aufmerksamen Leser dieser Chronik als logisch erscheinen, dass auf Dauer die in den 50-er und anfangs der 60-er Jahre herrschende Vielfalt der musikalischen Betätigung in unserem (Dorf-)Verein mit den im letzten Kapitel angesprochenen 5 (!) Orchestern nicht aufrechterhalten werden konnte. So musste zwangsläufig wegen Nachwuchsmangel die Zupfmusik stillgelegt werden. Im Mai 1966 trat dann auch nach 14-jähriger verdienstvoller Tätigkeit der bisherige Dirigent Alois Mommenthal zurück. Damit fiel auch für das Streichorchester die musikalische Leitung und gleichzeitig die führende 1. Kraft weg. Dadurch musste dieses Orchester ebenfalls seine Tätigkeit einstellen. Bis zur Wiederwahl eines neuen Dirigenten für das Blasorchester wurde der Leiter des Unterhaltungsorchesters, Curt Jakobs, mit der Betreuung des Blasorchesters beauftragt.

Im Dezember desselben Jahres erfolgte die Berufung des ehemaligen Militärmusikers Kurt Meissner aus Wallerfangen zum Dirigenten des Blasorchesters. In der Mitgliederversammlung am 16. Dezember 1967 trat der 1. Vorsitzende Hubert Brossette mit Rücksicht auf sein fortgeschrittenes Alter und aus Gesundheitsgründen von seinem Amt nach 38-jähriger Tätigkeit zurück. Auf Antrag des Versammlungsleiters Josef Schütz wurde Hubert Brossette in Würdigung seiner Verdienste um den Verein zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Zu seinem Nachfolger wählte die Versammlung als 3. Vereinsvorsitzenden den aktiven Musiker Rudi Wagner.

Die beiden folgenden Jahre standen ganz im Zeichen des 50-jährigen Stiftungsfestes. Am 24. April 1969 - kurz vor dem Stiftungsfest - starb überraschend der Dirigent des Blasorchesters, Kurt Meissner. Die Beisetzung erfolgte am 29. April 1969 unter großer Anteilnahme vieler Musiker auf dem Friedhof in Wallerfangen. Angesichts der nun entstandenen Enge musste der Dirigent des Unterhaltungsorchesters, Curt Jakobs, vorübergehend wieder auch die Leitung des Blasorchesters übernehmen.
Am 7., 8. und 9. Juni 1969 wurde dann das 50-jährige Bestehen des Musikvereins unter der Schirmherrschaft des damaligen Bürgermeisters und späteren Ehrenmitglieds Ulrich Möser in einem festlichen Rahmen gefeiert. Drei Tage stand Rehlingen im Zeichen dieses Festes, zu dem die Musikvereinigung 1851 Mettlach die Patenschaft übernommen hatte.

Innovation

6. Musikalische Innovation


Im August des Festjahres 1969 wurde als nunmehr 4. offizieller Dirigent des Blasorchesters Erhard Kallenborn aus Diefflen gewählt, der das Orchester bis 1999 leitete. Diese Wahl sollte sich im Laufe der Folgejahre für den Verein als Glücksgriff erweisen, was die Gestaltung und die Inhalte der musikalischen Arbeit und der Art und Weise des Vortrags betrifft.

Erstmalig wurde auch 1969 ein Sommerfest durchgeführt. Dies fand anfangs noch im Bungertstadion statt, wurde in den darauffolgenden Jahren in den zu diesem Zweck ausgestatteten Rohrwald verlegt. Zusammen mit dem kath. Kirchenchor "Cäcilia" Rehlingen wurde die Durchführung dieser Sommerfeste zur alljährlichen Tradition.

Auf Anregung des damaligen Vorstandsmitgliedes Hans Frank wurde mit dem Musikverein Neckarshausen Kontakt aufgenommen und diese Stadt anlässlich eines Vereinsausflugs im September 1970 besucht.

In den Jahren nach dem 50-jährigen Stiftungsfest führte der Verein eine Reihe von Konzerten durch, in deren Literaturauswahl sich mehr und mehr die musikalischen Vorstellungen unseres neuen Dirigenten widerspiegelten. Die Konzerte standen auf einem beachtlichen Niveau und waren von der Bevölkerung stark besucht.
Einen kleinen Eindruck von der bereits damals sehr umfangreichen Vereinsarbeit gibt ein Auszug aus dem Bericht der Mitgliederversammlung vom 17.12.1972 wieder, wonach in dem betreffenden Geschäftsjahr 53 Proben und 31 öffentliche Auftritte stattfanden.

In der Mitgliederversammlung am 18.11.1973 wurde der aktive Musiker Bernhard Möser zum 1. Vorsitzenden gewählt. Er war somit der 4. Vorsitzende in der Vereinsgeschichte und trat die Nachfolge von Rudi Wagner an, der nicht mehr kandidierte.

Im Jahre 1974 wurde die Kultur- und Sporthalle Rehlingen unter Mitwirkung des Musikvereins einge-weiht, und ab diesem Zeitpunkt fanden die jährlichen Konzerte in dieser Halle statt. Das Konzert am 30. November 1974 hatte ein großes Echo in der Bevölkerung hervorgerufen und der Dirigent Erhard Kallenborn begeisterte vor vollbesetztem Haus das fachkundige Publikum.

Im darauffolgenden Jahr wurde zur Erstausbildung des Nachwuchses und potentieller späterer Blasmusiker eine Blockflöten- und Melodica-Gruppe unter der Leitung von Ferdinand Kappenberg ins Leben gerufen. Besonders erwähnenswert zu diesem Jahr ist das Wertungsspielen des Musikkreises Saarlouis, das am Sonntag, dem 23. November 1975, in der Kultur-und Sporthalle Rehlingen stattfand. Hier erreichte unser Musikverein in der Mittelstufe 118 von 120 möglichen Punkten.

In der langen Reihe der Vereinsausflüge bleibt vor allem die Teilnahme der Rehlinger Musiker am 70-jährigen Stifungsfest des Musikvereins Gottenheim am Kaiserstuhl in Erinnerung. Bei dem zweitägigen Ausflug im Juni 1977 wurden mit den Gottenheimern freundschaftliche Kontakte geknüpft, die später in zwei weiteren Treffen vertieft werden konnten.

Am 9., 10. und 11. Juni 1979 konnte der Verein unter der Mitwirkung der Musikfreunde aus Gottenheim sowie weiterer 21 Musikvereine und der Rehlinger kulturtreibenden Vereine bei herrlichem Wetter sein 60-jähriges Vereinsjubiläum feiern. Mit als Höhepunkt dieser Veranstaltung können sicher die vom Männergesangverein "Germania", dem kath. Kirchenchor "Cäcilia" und dem Musikverein "Almenrausch" gemeinsam am Festbankett vorgetragenen Konzertstücke für Chor und Orchester sowie das zu Beginn des Festzuges stattfindende, von Fanfarenklängen unserer Trompeter eingeleitete gemeinsame Spielen der 21 teilnehmenden Musikvereine - dirigiert von unserem Dirigenten Erhard Kallenborn - angesehen werden.

Bei diesem Musikfest konnte der einzige noch lebende Mitbegründer unseres Vereins, der langjährige Vorsitzende und Ehrenvorsitzende Hubert Brossette, für 60-jährige Mitgliedschaft geehrt werden. Zum Zeitpunkt dieses Festes hatte der Verein 47 aktive, 145 inaktive und 7 Ehrenmitglieder.

Neuzeit

7. Neuzeit

Von dieser vereinsgeschichtlichen "Neuzeit" (ab ca. 1980) gibt es naturgemäß mehr zu berichten, besonders weil der Chronist alles "an vorderster Linie" selbst mit erlebt hat.

Damit die Übersicht nicht verloren geht, war daher eine weitere Untergliederung notwendig.

Interna

7.1. Statistisches und Interna


In der Mitgliederversammlung vom 16.3.1980 wurde beschlossen, unseren Verein als e.V. ins Vereinsregister eintragen zu lassen. Seit 1983 führt unser Verein in seinem Namen den Zusatz e.V. Dadurch konnte ein finanzielles Risiko für Vereinsmitglieder für die Zukunft ausgeschlossen werden.

In der Mitgliederversammlung vom 22.3.1981 wurde der Aktive Werner Dietzen als Nachfolger von Bernhard Möser zum nunmehr 5. Vorsitzenden unseres Musikvereins gewählt. Seit der Mitgliederversammlung vom 20.12.1987 hatte unser Aktiver Günther Dittlinger dieses Amt inne und stand unserem Verein bis Januar 2010 vor. Aufgrund seiner herausragenden Verdienste für den Verein wurde Günther Dittlinger anlässlich des 90-jährigen Stiftungsfestes (4. Internationales Festival der Blasmusik) zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Jugend

7.2. Jugendarbeit


Seit der Mitgliederversammlung vom 16.3.1980 gehört dem jeweiligen Vereinsvorstand auch eine Jugendleitung an, die sich insbesondere den Belangen unserer jugendlichen Mitglieder widmen soll. Erstmals seit Juni 1980 nehmen auch jugendliche Aktive bzw. in der Ausbildung befindliche Jugendliche unseres Vereins regelmäßig an den vom Musikkreis Saarlouis bzw. dem BSM durchge-führten Jungbläserlehrgängen teil. Umfangreiche theoretische wie praktische Intensivausbildung bedeuten für alle Teilnehmer sicher einen großen Schritt nach vorn in deren musikalischer Entwicklung. Bei den theoretischen Abschlussprüfungen konnten Teilnehmer unseres Vereins schon sehr schöne Erfolge verbuchen, was nicht zuletzt auch für das Engagement unserer Vereinsjugend spricht.

Gelegentlich wurde zu bestimmten Anlässen aus den Aktiven und schon spielfähigen Auszubildenden eine Jugendbläsergruppe unseres Vereins gebildet, wenngleich ein getrenntes Jugendorchester nicht bestand. So ist z.B. eine musikalische Adventsandacht in unserer Pfarrkirche, die gemeinsam mit dem Kinderchor St. Nikolaus gestaltet wurde, allen Teilnehmern und Besuchern noch in guter Erinnerung. Auch bei Familienabenden des Vereins konnte sich insbesondere unsere Jugend durch eigene musikalische und humoristische Beiträge profilieren.

Wie in der Vergangenheit, so haben sich auch in den letzten Jahren immer wieder kleinere oder größere Gruppen gebildet, um sich zusätzlich zur Mitwirkung im Blasorchester auch speziell der Tanzmusik anzunehmen. Verschiedene Veranstaltungen wurden von den jeweiligen Jugendwarten in Zusammenarbeit mit Aktiven des Orchesters mit dem Ziel durchgeführt, durch solche Aktivitäten das Gemeinschaftsgefühl und die Kameradschaft auch außerhalb der musikalischen Arbeit zu fördern. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang sicher eine Radtour zum Anwesen unseres ehemaligen Aktiven Roland Hektor ins benachbarte Lothringen und eine Schifffahrt auf der bereits kanalisierten Saar im Jahre 1988. Nicht vergessen werden darf auch der vereinsinterne Kegelclub, der 1980 auf Anregung unseres Aktiven Josef Wilbois ins Leben gerufen wurde, der momentan jedoch seine gesellige Jagd auf "Alle Neune" eingestellt hat.

Gemeinschaft

7.3. Dorfgemeinschaft und Geselligkeit


Mittlerweile gab es im Ort zwei feste Großveranstaltungen, bei denen auch der Musikverein von Anfang an mitgewirkt hat und auch heute noch mitwirkt. Weit über die Ortsgrenzen bekannt war die Rehlinger Fastnacht in der Kultur- und Sporthalle, die getragen wurde von einer Gemeinschaft Rehlinger Vereine. Gemeinsam mit Rehlinger Kaufleuten und einigen anderen Vereinen nahm unser Musikverein seit 1981 auch teil am Pfingst-Markt "Alt Rehlingen". In diesem Zusammenhang sollte auch das traditionelle Frühschoppenkonzert am Kirmesmontag erwähnt werden, das seit 1984 gemeinsam mit dem Männergesangverein "Germania" Rehlingen und seit 2009 mit den Malteser Hilfsdienst OG Rehlingen  in der Kultur-und Sporthalle durchgeführt wird.

Auch bei den zwischenzeitlich landauf, landab stattfindenden Ortsvereinswettkämpfen wie "Ein Dorf spielt Fußball", Ortsvereinsschießen", "Ein Dorf spielt Tischtennis" und dergleichen mehr war unser Verein vertreten. Bei dem "Ortsvereinsschießen" des Schützenvereins Rehlingen konnte dabei auch schon mehrfach der 1. Platz erreicht werden. Neben der selbstverständlichen Mitwirkung bei kirchlichen Festen kann so sicher ohne Übertreibung gesagt werden, dass unser Verein ein fester Bestandteil der Dorfgemeinschaft ist.

Der Chronist kann es sich an dieser Stelle nicht verkneifen, den Leser dieser Zeilen anzuregen, darüber nachzudenken, wie das Festefeiern (nicht nur) in unserem Dorf ohne Musikverein(e) wohl aussehen würde?! Vielfach wird die Mitwirkung der Musikvereine bei vielfältigen Anlässen als selbstverständlich vorausgesetzt. Im Hinblick auf die im Punkt 8.1. erwähnten Zahlen mag der Leser vielleicht erkennen, welche Belastung so mancher zusätzliche Termin u.U. für die Aktiven bedeuten kann!

An geselligen Veranstaltungen in diesem Zeitraum sind sicher die zweitägige Fahrt nach Brüssel im Oktober 1979 sowie die Besichtigung der Maginot-Linie in Lothringen mit dem unvergessenen Abschlussabend in Wellingen zu erwähnen.

Als besonders gut gelungen kann der karnevalistische Familienabend am 21.2.1981 bezeichnet werden. Ein auf Urlaub getrimmtes Jugendorchester mit den entsprechenden Büttenreden und eine in Schlafanzü¬gen erscheinende Vorstandskapelle "Schrecklich" unter der Stabführung unseres Aktiven Kurt Hellenbrand vermag vielleicht heute noch die Teilnehmer zum Schmunzeln anzuregen.

Konzerte

7.4. Konzerte als Höhepunkte des Musikjahres


Wie bereits in Kap. 7 erwähnt, fungierte seit 1969 Erhard Kallenborn als Dirigent des Blasorchesters. Unter seiner Stabführung wurde die Probenarbeit zeitlich und inhaltlich ausgerichtet auf die Höhepunkte unseres Musikjahres, die jeweiligen Konzerte.
Zu dem Hauptkonzert (jeweils Samstag vor dem 1. Advent – später eine Woche vor dem 1. Advent) gesellte sich ab 1982 auch unsere Matinee (jeweils im Mai), bei der insbesondere unser Nachwuchs Gelegenheit bekommt, sein Können unter Beweis zu stellen. Auch diese Morgenveranstaltung zeigte eine hohe Akzeptanz bei der Bevölkerung.

Der Höhepunkt unseres Musikjahres ist aber nach wie vor das Hauptkonzert vor dem 1. Advent. Immer wieder gelang es unsere Dirigenten, neue Akzente und Überraschungen bei diesen Konzerten zu präsentieren. Dazu gehören u. a. auch der Ausbau des Klangkörpers mit Hilfe von 2 E-Gitarren und einem Vibraphon, der Einbau von Sängerinnen und Sängern, sowie der Einsatz von Tanzgruppen und -paaren.

Nicht zuletzt solche Elemente und die Auswahl geeigneter Musikliteratur ließen in der jüngsten Vergangenheit unsere Jahreskonzerte über den Rahmen des üblichen hinausgehen. Der Zuspruch zu diesem Hauptkonzert wurde in den letzten Jahren so groß, dass sich der Vorstand veranlasst sah, das Samstagskonzert am darauffolgenden Sonntagnachmittag zu wiederholen.

Es ist offenkundig, dass zu solchen Konzerten eine intensivere Probenarbeit notwendig ist, als dies sonst der Fall ist. Daher probt das Orchester schon Monate vor den Konzerten jeweils zweimal wöchentlich. Je nach Bedarf werden noch zusätzlich einzelne Satzproben anberaumt. Eine Intensivprobe kurz vor dem Konzert soll die Darbietungen aufführungsreif werden lassen. Diese Intensivprobe fand schon im 2-Tage-Kurs im Haus Scheidberg, bzw. in der Jugendherberge Weiskirchen, der Jugendherberge Manderscheid, dem Kardinal-Wendel-Haus in Homburg bzw. auch in örtlichen Lokalitäten statt.

Sicher ist es nicht zuletzt auch den Konzerterfolgen unseres Dirigenten Erhard Kallenborn zu verdanken, dass unser Orchester mittlerweile auch über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt geworden ist und so schon einige ehrenvolle Musizieraufträge erhielt. Mehrfach hatten wir bereits Gelegenheit, uns bei Parteiveranstaltungen in der Saarlandhalle wie auch bei der offiziellen Eröffnung der Saarmesse in der Kongresshalle musikalisch zu präsentieren.

1989 - 1994

7.5. Highlights 1989 -1994


7.5.1   70-jähr. Jubiläum - "1. Intern. Festival der Blasmusik" vom 24.07. - 26.07.1989
7.5.2   Veranstaltungen - Fahrten - Konzerte
7.5.3   1. Konzertreise nach Pribor (Tschechien) 1991
7.5.4   Jahreskonzert 1991 und Kirmes 1992 mit tschechischen Gästen
7.5.5   Personalien und Sonstiges

7.5.1   70-jähr. Jubiläum - "1. Intern. Festival der Blasmusik"
            vom 24.07. - 26.07.1989

Der erste erwähnenswerte markante Punkt ist ohne Zweifel das 70-jährige Vereinsjubiläum, das wir als "internationales Musikfestival" durchführten. Dass diese Bezeichnung nicht nur optische Kosmetik war, belegt die Teilnahme von Orchestern aus Frankreich, Luxemburg, Schweden und der damaligen Tschechische Republik.

Die Festtage begannen am Samstag, dem 24. Juni 1989 unter der Schirmherrschaft des damaligen Ministers für Kultus, Bildung und Wissenschaft, Herrn Prof. Dr. Diether Breitenbach. Nach der Kranzniederlegung am Ehrenmal auf dem Friedhof feierten wir im Festzelt auf dem Festplatz vor der Kultur- und Sporthalle unser Geburtstagsbankett. Neben dem "Geburtstagskind" selbst wirkten bei der musikalischen Gestaltung dieses Abends noch der Kirchenchor "Cäcilia" Rehlingen, der Männergesangverein "Germania" Rehlingen, das Blasorchester "Tatrovak" Pribor (Tschechische Republik) sowie das "Motala Blasorkester" (Schweden) mit. Beeindruckend für die zahlreichen Gäste sicher die drei von Kirchenchor, Gesangverein und Musikverein gemeinsam vorgetragenen Stücke Ave Verum (Mozart), Ode an die Freude (Beethoven) und Der kleine Indio (Martens).

Als letzten eigenen musikalischen Beitrag an diesem Abend trug unser Orchester Hofkonzert in Swing vor. Der im Festzelt anwesende Arrangeur dieses Stückes, Herr Norbert Studnitzky, war ein Studien-freund des Dirigenten des tschechischen Blasorchesters aus Pribor, Herrn Bedrich Pukovec. Seither be-steht auch zu Herrn Studnitzky ein freundschaftlicher Kontakt. Dieser wird dokumentiert durch gegenseitige Einladungen, die verstärkte Aufnahme von immer wieder gern gespielten Studnitzky- Arrangements und nicht zuletzt durch die Teilnahme des Blasorchesters aus Neuenbürg (bei Pforzheim) an unserem diesjährigen Internationalen Festival der Blasmusik. Der musikalische Leiter dieses Orchesters war bis vor kurzem Herr Studnitzky. Die abschließenden musikalischen Beiträge der schwedischen und tschechischen Gäste konnten mit als musikalische Höhepunkte dieses Geburtstagsbankettes angesehen werden. Professionell vorgetragene Bravourstücke waren musikalische Leckerbissen für Freunde der Blasmusik und machten den Mund wässrig auf die Darbietungen an den kommenden Tagen.

Der Sonntag begann mit einem feierlichen Gottesdienst im Festzelt. Herr Pastor Josef Schwarz hatte sich dankenswerterweise schon vor Beginn seiner Tätigkeit in der Pfarrgemeinde St. Nikolaus Rehlingen (April '89) bereiterklärt, in diesem nicht alltäglichen Rahmen die hl. Messe zu feiern. Die musikalische Gestaltung der Messe übernahm in gekonnter Manier der befreundete Musikverein Dillingen-Pachten. Vielleicht trug auch der leicht modifizierte abschließende Gruß unseres Herrn Pastors an die Gottesdienstbesucher " ... und so bleibet hier in Frieden" mit dazu bei, dass der Musikverein Eckartsweier (Baden) beim anschließenden Frühschoppen vor vollbesetzten Plätzen aufspielen konnte? Der Kontakt zu Eckartsweier entstand übrigens dadurch, dass in Eckartsweier bereits ein Jugendorchester aus Pribor zu Gast war. Von daher ergab sich hier in Rehlingen eine gute Gelegenheit, alte Kontakte wieder aufzufrischen.

Der ungewöhnliche Beginn des Festzuges lockte viele Zuschauer und Zuhörer in das Rehlinger BungertStadion: Eine Fallschirmspringergruppe landete in der Mitte des Stadions. Mit von der Partie hierbei war unser Aktiver und Fallschirmspringer Dietram Otto. Unser Aktiver Nikolaus Kiefer (damals immerhin schon 53 Jahre alt und selbst kein Fallschirmspringer!!) ließ sich im "Huckepack - System" sicher aus dem strahlend blauen Himmel zum Boden des Stadions bringen, um so unserem Dirigenten symbolisch den Taktstock überbringen zu können. So konnte Herr Kallenborn nach einer Eröffnungsfanfare die 25 teilnehmenden Gastvereine, die schon zuvor im Stadion Aufstellung genommen hatten, zu einem gemeinsamen Eröffnungsmarsch dirigieren.

Das anschließende Ehrenspielen im Festzelt war geprägt von großer Hitze und zeitlicher Enge. Nicht alle Vereine konnten auch auf der Bühne ihre konzertanten Stücke in dem Umfang vortragen, den sie sich wünschten.
Der Sonntagabend wurde gestaltet durch eine Disco und Live-Sendung des in der Region bekannten Senders RVN, in dessen Verlauf auch bekannte Künstler mitwirkten.
Der letzte der 3 Festtage, Montag, der 26. Juni '89, wurde mit einem bunten Kinder- und Seniorennachmittag eröffnet. Das Puppentheater "Kussani", der Kinderchor St. Nikolaus Rehlingen, die Kath. Frauengemeinschaft, das Musikduo "Sunny-Boys" (Ralf Hektor und Volker Dittlinger) sowie das "Motala Blasorkester" aus Schweden sorgten für eine abwechslungsreiche Programmgestaltung. Beim abschließenden Start eines Heißluftballons vor dem Festplatz konnte der Gewinner einer kleinen Verlosung zum ersten Mal Höhenluft schnuppern.

Als krönender und bei allen Besuchern unvergessener Abschluss der Festtage sollte sich der Tschechische Unterhaltungsabend mit dem Blasorchester "Tatrovak" Pribor unter Mitwirkung der tschechischen Tanzgruppe sowie der Tanzgruppe des Turnvereins Rehlingen erweisen. Das entfesselt aufspielende Orchester unter der erfrischenden und mitreißenden Leitung von Herrn Bedrich Pukovec verstand es, alle (!) Gäste so zu begeistern, dass die Zelttische ihre Tragfähigkeit beweisen mussten! Auch nachdem unsere tschechischen Gäste nach mehreren Zugaben endlich die Bühne verlassen "durften", wurden noch mehrmals die Instrumente ausgepackt, um auch "in der 3. Halbzeit" in ungezwungener Improvisation die Musik sprechen zu lassen. Das am späten Abend einsetzende kurze Gewitter konnte zwar etwas die fast schon quä¬lende Hitze abkühlen, nicht jedoch die unvergleichliche Stimmung im-Festzelt.

Nach Abschluss der Festtage waren sich nicht nur die aktiven Musiker des Musikvereins "ALMEN-RAUSCH" Rehlingen, sondern auch alle Festbesucher und die Einwohner von Rehlingen in der Wer-tung dieses Festes einig: Eine rundum gelungene Sache! Umfangreiche, langwierige Vorbereitungen, herrliches Wetter und eine große Zahl von Helferinnen und Helfern aus vielen Ortsvereinen verhalfen zu einer sicher noch lange in der Erinnerung bleibenden Veranstaltung. Nicht zuletzt aber dem ungewöhnlich hohen persönlichen Engagement und organisatorischen Geschick unseres damaligen 1. Vorsitzenden Günther Dittlinger ist es zu verdanken, dass die Rehlinger Bevölkerung ein Musikfest erleben durfte, das nicht nur im eigenen Ort seinesgleichen sucht. Deshalb sei es auch an dieser Stelle noch einmal gestattet, unserem 1. Vorsitzenden für seine aufopfernden Bemühungen - sicher nicht nur im Namen aller aktiven Musiker - recht herzlich zu danken.

Der Aufenthalt der tschechischen und schwedischen Gäste in Rehlingen war außerhalb ihrer musikali-schen Auftritte eingebettet in ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Besonders angetan von dem musikalisch hervorragenden und dennoch bescheidenen und sehr disziplinierten Auftreten an diesen Festtagen waren wir von den Gästen aus der Tschechische Republik. Im Verlaufe der 3 Festtage wurden viele Kontakte unter einzelnen Musikern geknüpft. Die Verbindung zu diesem Orchester und besonders zur Familie Pukovec, die sicher aufgrund der großen Anzahl und hohen musikalischen Qualifikation ihrer Mitglieder als tragende Säule dieses Orchesters angesehen werden kann, sollte auch in den folgenden Jahren in hohem Maße unsere Vereinsaktivitäten mitbestimmen.

 

7.5.2   Veranstaltungen - Fahrten - Konzerte

Im Jubiläumsjahr 1989 verzichteten wir auf die Durchführung unseres regulären Jahreskonzertes am Wochenende des 1. Advent, um die Musiker nach dem doch sehr aufwendigen Fest und den daraus entstandenen vielfältigen Rückverpflichtungen nicht über Gebühr zu strapazieren.

Erwähnenswert ist vielleicht, dass wir am 16.12.'89 ein Tischtennisturnier für Aktive durchführten, das auf erstaunlich große Resonanz bei den Musikern stieß. Es ist erwiesen, dass vor dem Turnier (un-) heimliche Trainingsstunden in diversen Kellerräumen absolviert wurden, damit es nachher beim Spiel mit dem kleinen, runden Etwas aus Zelluloid nicht heißen konnte: "Der Ball - mein Feind!"
Gleichermaßen auf fremdes Terrain begaben sich interessierte Aktive und einige Inaktive des Vereins beim 1. vereinsinternen Preisskat am 27.1.'90 im Vereinslokal Remmel-Risch. Unter fachkundiger Auf-sicht der in diesem Metier erfahrenen Mitgliedern der Kolpingsfamilie hofften diesmal 16 Teilnehmer auf ein gutes Blatt und das notwendige Quäntchen Glück, um sich als erste einen der für jeden bereitgestellten Preise aussuchen zu können. Diese außermusikalische Aktivität kam übrigens so gut an, dass sie ein zweites Mal am 25.1.'92 durchgeführt wurde.

Die Matinee 1990 benutzten wir als Gelegenheit, uns bei allen Freunden, Gönnern und Helfern, die vor und hinter den Kulissen zum Gelingen des letzten Festes beitrugen, in angemessenem Rahmen zu be-danken.

Am 7. Oktober 1990 waren wir als Orchester beteiligt an der Gestaltung einer Robert Stolz Gala in der Deutschherrenhalle in Beckingen. Als Folge der intensiven Probenarbeit für die bekannten Musikstücke des österreichischen Komponisten wurden Teile dieses Repertoires mit in das Jahreskonzert übernom-men. Ein Novum an diesem Jahreskonzert 1990 war auch die Mitwirkung des Männergesangvereins "Germania" Rehlingen, der sich unter der Leitung seines neuen Dirigenten Wolfram Berger zu einem beachtlichen Klangkörper entwickelt hat. Die dieses Konzert begleitende, breit angelegte Jugendwerbung hatte leider nicht den erhofften Erfolg. Es scheint sich offensichtlich zu bewahrheiten, dass neue jugendliche Musikschüler eher durch gezieltes persönliches Ansprechen als durch - wie auch immer gestaltete - Werbeaktionen für die Aufnahme einer Instrumentalausbildung zu gewinnen sind.

Am 13. und 14. Oktober 1990 nahm unser Orchester auf Einladung des dortigen Musikvereins am Herbstfest im badischen Eckartsweier teil. Das Blasorchester aus dem schmucken Ort in der Nähe von Offenburg war ebenfalls bei unserem letzten Festival in Rehlingen zu Gast. Durch die private Einquartierung bei Musikern unseres Orchesters ergaben sich automatisch gute Kontakte. So war es nicht verwunderlich, dass es bei der Begrüßung in Eckartsweier nur 16 Monate später ein großes Hallo gab. Die Kontakte und Beziehungen gestalteten sich teilweise so positiv, dass einige Musikfreunde seither immer wieder gern unsere Konzerte besuchen. Drei Musiker waren sogar gerne bereit, bei der (im Anschluss beschriebenen) Konzertreise in die Tschechische Republik mitzuwirken!

Damit der Faden nicht verloren geht: Auch 1993 (26./27. Juni) weilten wir wieder auf Einladung unserer Musikfreunde in Eckartsweier zur Feier des 25-jährigen Vereinsjubiläums. Obwohl der Samstagabend im vollbesetzten, stimmungsgeladenen Festzelt sich für einige unserer Musiker zu einer "langen Schicht" entwickelte, so waren wir am Morgen doch wieder vollzählig und konzentriert bei der Sache, um bei der musikalischen Gestaltung des Frühschoppens neben bekannten Solisten und Musikgruppen mitzuwirken. Der gesamte Frühschoppen wurde durch den regionalen Sender Radio Ohr übrigens live übertragen.

Dass das Orchester im Jahre 1990 insgesamt 94 mal zusammentrat (62 Proben und 32 Auftritte), mag auch jedem Außenstehenden verdeutlichen, in welchem Maße (nicht nur unser) Orchester an der musikalischen Gestaltung verschiedenster Festivitäten mitwirkt. Ähnliche Zahlen gelten auch für andere Jahre.

 

7.5.3   1. Konzertreise nach Pribor (Tschechien) 1991

Das Jahr 1991 war wesentlich von unserer Konzertreise in die Tschechische Republik nach Pribor geprägt. Die Konzertreise nach Pribor war ein unmittelbares Produkt der am Fest'89 eingeleiteten und in der Folgezeit vertieften Kontakte zu unseren tschechischen Musikfreunden. Auch hier war unserem engagierten Vorsitzenden Günther Dittlinger keine Mühe zu groß, gemeinsam mit der mittlerweile befreundeten Familie Pukovec - bei dieser Fahrt besonders mit Frau Vera Pukovcova - die organisatorischen Vorbereitungen für ein Gelingen dieser Reise in die Wege zu leiten.

Am Mittwoch, dem 19. Juni 1991, machten wir uns um 22 Uhr mit insgesamt 55 Musikern und weiteren 29 Begleitpersonen auf die rund 1.100 km lange Reise. Nach einer mit mehr oder weniger viel Schlaf verbrachten Nacht im Bus erwartete uns um 9.00 Uhr in Prag Frau Vera Pukovcova mit ihrer Tochter Judith, um uns die interessantesten Punkte der Stadt zu zeigen und uns zu einem Restaurant in der Nähe der Prager Burg zu führen, wo wir unser Mittagessen einnahmen. Das abschließende Verdauungsgetränk, der in Tschechien bekannte Becherovka, ist mittlerweile auch in Rehlingen ein Begriff und in vielen Privatbars - nicht nur bei Musikern - zu finden!

Um 19.00 Uhr erreichten wir müde, aber -dennoch bei guter Stimmung unser "Inter Hotel Tatra" in Ko-privnice, 6 km entfernt vom benachbarten Pribor. Dort erwarteten uns unsere Gastgeber bereits im Kulturhaus, um uns nach einem herzlichen Empfang ein stärkendes Abendessen zu reichen. Die Gastfreundlichkeit und herzliche Aufnahme in Pribor war bereits an diesem Abend sehr deutlich zu spüren.

Nach dem Frühstück am Freitag, dem 21. Juni, wurden wir durch die im Kulturhaus von Pribor angesetzte Probe durch unseren Dirigenten Erhard Kallenborn daran erinnert, dass wir uns auf einer Konzertreise befanden. An einigen der eigens für diese Konzertreise durch ihn zusammengestellten 33 Musikstücke wollte er noch den letzten Schliff vornehmen. Das gemeinsame Mittagessen im Kulturhaus Pribor und eine Besichtigung des Museums des Lkw-Werkes "Tatra" in Koprivnice gingen unserem ersten Auftritt um 16 Uhr in der Kreisstadt Novy Jicin voraus. Auf dem dortigen Marktplatz gaben wir ein etwa zweistündiges Konzert. Die große Hitze dieses Tages führte dazu, dass das einzige Hutgeschäft am Ort nach dem Besuch vieler Musiker schon bald "Ausverkauf' melden musste.

Als Hauptprogrammpunkt der Reise folgten am nächsten Tag die direkte Kontaktaufnahme mit den kommunalen Repräsentanten der Stadt Pribor, den Gastgeberfamilien und der musikalische Auftritt in der Stadt.

Nach dem Frühstück war eine kleine Abordnung unseres Vorstandes zu einem Empfang im Rathaus eingeladen. Auch hier verspürten wir die herzliche Aufnahme in Pribor seitens der Verwaltungsspitze der Stadt. Es wurde ein kleiner Imbiss gereicht und Gastgeschenke ausgetauscht. Unser Vorsitzender überreichte wie schon den Musikfreunden auch dem Bürgermeister Milan Strakos eine großflächige Uhr, die auf der Basis eines "Spritzers" beim Hochofenabstich hergestellt war. Die herrliche Uhr, die unsere Herkunft aus einem von der Montanindustrie geprägten Raum dokumentieren sollte, fand sofort einen Ehrenplatz im Rathaus. Es war für uns eine Selbstverständlichkeit, auch die Verwaltungsspitze der Stadt zum bevorstehenden nächsten Besuch unserer tschechischen Freunde nach Rehlingen mit einzuladen.

Mittlerweile fanden schon mehrere Treffen von Abordnungen der Kommunalverwaltungen statt. Der Bürgermeister unserer Gemeinde, Herr Martin Silvanus - als ehemaliger Vorsitzender des Vereins der Musikfreunde Siersburg selbst ein Freund der Blasmusik, nahm gern die Gelegenheit wahr, die von ihm initiierten Kulturtage der Gemeinde im Jahre 1993 unter das Motto Tschechische Folklore zu stellen. Auch hier waren dann wieder Mitglieder der Stadtkapelle Pribor, wie sich das ehemalige Orchester "Tatrovak" mittlerweile nannte, mit von der Partie. Und wie immer, wenn Gäste aus Pribor musizieren, tauchte auch hier der Name Pukovec gleich mehrfach auf.

Doch jetzt wieder zurück zu unserem Aufenthalt in Pribor! Wie bereits gesagt, war Samstag, der 22. Juni der Tag, an dem jeder Fahrtteilnehmer die sprichwörtliche Gastfreundlichkeit in den Familien der tschechischen Musikfreunde selbst erfahren konnte. Wir hatten alle Gelegenheit, Einblick zu bekommen in das normale Alltagsleben einer tschechischen Familie. Nicht zuletzt die gerade erst vollzogenen politischen und wirtschaftlichen Veränderungen und die daraus resultierenden Umstellungen und Probleme boten Anlass zu vielfältigen Gesprächen. Hierbei zeigte sich, dass das gelegentlich befürchtete Verständigungsproblem sich in den meisten Fällen gar nicht erst auftat. Erstaunlich viele tschechische Gastgeber beherrschten die deutsche Sprache in einem solch ausreichenden Maße, dass ein gegenseitiges Verstehen ohne größere Schwierigkeiten möglich war.

Nach dem Mittagessen in den Gastfamilien beteiligte sich unser Orchester bei brütender Hitze an den Feierlichkeiten zur 740-Jahr-Feier der Stadt. Nach dem 4 km langen Festumzug, der vor mehreren Tausenden von Zuschauern auf dem Marktplatz endete, wurde unserem Dirigenten Erhard Kallenbdm die Ehre zuteil, sich in das Goldene Buch der Stadt eintragen zu dürfen. Im Anschluss an die offizielle Feier auf dem Marktplatz ging es dann mit Marschmusik auf den Festplatz hinter dem Kulturhaus. Hier traten die teilnehmenden Musikvereine noch einmal konzertant auf, wobei es unserem Orchester vorbehalten war, den Abschluss zu bilden.

Obwohl sich so manch einer unserer Musiker in Anbetracht der glanzvollen Darbietungen insbesonders unserer gastgebenden Musikfreunde aus Pribor nur noch als Instrumentenbesitzer bezeichnen wollte, können wir doch sicher sagen, dass auch wir dank der intensiven Vorbereitung durch unseren Dirigenten Erhard Kallenborn nicht enttäuschten. Besonders Ralf Hektor spielte sich mit seinem famosen Solo am Xylophon mit Erinnerung an Zirkus Renz in die Herzen der trotz brütender Hitze geduldig ausharrenden und aufmerksamen Zuhörer. Dies ist besonders deshalb so erwähnenswert, weil das Instrument selbst und auch das Musikstück seit dem Tschechischen Unterhaltungsabend an unserem letzten Festival für uns eine besondere Bedeutung hat: Damals wurde beides virtuos und im wahrsten Sinne des Wortes blind beherrscht durch unseren tschechischen Musikfreund Milan Cadan. Unser Schlagzeuger Ralf war so fasziniert, dass es ihm gelang, das Xylophon mit dem eigenartigen Aufbau seinem Freund und inzwischen leider verstorbenen Schlagzeugkollegen abzukaufen. Mit großem Übungsfleiß gelang es Ralf, bereits in unserem Jahreskonzert 1990 dieses Musikstück vor unseren begeisterten Zuhörern vorzutragen.

Am folgenden Sonntag hatten wir gleich zwei Auftritte: Morgens spielten wir im Park vor dem Museum in Koprivnice und mittags gaben wir ein durch Gewitterschauer unterbrochenes zweistündiges Unterhaltungskonzert beim Feuerwehrfest in Studenka. Uns allen ist die freundliche Bewirtung in Studenka noch in guter Erinnerung.

Am Montag stand die Fahrt nach Ostrava, die 30 km entfernte größte Stadt der Region (328 000 E.),  an. Der Morgen konnte für einen Stadtbummel genutzt werden. Nach dem gemeinsamen Mittagessen stand dann unser letztes von 5 Konzerten auf dem Programm: Um 15 Uhr gaben wir auf dem schönen und von vielen Passanten belebten Marktplatz im Zentrum der Stadt ein zweistündiges Unterhaltungskonzert. Nachdem der letzte Ton verklungen war, waren wir einerseits froh, unsere Instrumente für längere Zeit endgültig einpacken zu können, andererseits wurden wir so auch mit einer gewissen Wehmut an die bevorstehende Rückkehr erinnert.

Frau Vera Pukovcova war - wie bereits erwähnt - auf tschechischer Seite nicht nur maßgeblich an der organisatorischen Vorbereitung unserer Konzertreise beteiligt, sie betreute uns auch während unseres ganzen Aufenthaltes sehr liebevoll und fürsorglich. Außerdem übernahm sie bei jedem unserer 5 Konzerte die Vorstellung unseres Orchesters und Moderation unserer Darbietungen. Dafür sei ihr auch an dieser Stelle noch einmal recht herzlich gedankt.

An diesem Abend, dem Vorabend unserer Abreise, erwartete uns nach unserem gemeinsamen Abendessen im Kulturhaus in Pribor noch eine große Überraschung: Unsere Gastgeber hatten einen "tschechischen Abend" organisiert, bei dem sich im liebevoll geschmückten Festsaal bei Musik, Tanz und Gesang sehr bald eine tolle Stimmung einstellte. Besonders die mit viel Enthusiasmus und musikalischem Fingerspitzengefühl vorgetragenen Improvisationen bleiben uns in nachhaltiger Erinnerung. Trotz fortgeschrittener Stunde fiel es allen sehr schwer, die Rückfahrt zur letzten Übernachtung ins "Inter Hotel Tatra" anzutreten.

Der Dienstag, der letzte Tag unseres Aufenthaltes in der Tschechischen Republik, war für die Besichti-gung der Glashütte in Karolinka und des Volksmuseums "Skanzem" in Roznow vorgesehen. Spätestens nach der Rückkehr ins Hotel am späten Nachmittag hieß es dann: Koffer packen! Mit einem kleinen Geschenk verabschiedeten wir uns von der Leitung des Hotels, in dem wir uns alle recht wohl gefühlt hatten. Ein letztes Mal fuhren wir nach Pribor, um uns dort von unseren Musikfreunden zu verabschieden. Hier gestaltete sich der Abschied jedoch wesentlich schwieriger. Ganze 2 Stunden dauerte es, bis auch der letzte Teilnehmer sich losreißen konnte. Die Abschiedstränen flossen in Strömen, bis auch der letzte Pfiff unseres Vorsitzenden auf der Trillerpfeife, an deren Signalwirkung zum Besteigen unserer Busse wir uns mittlerweile gewöhnt hatten, Erfolg hatte. So traten wir dann schweren Herzens und voller neuer Eindrücke von diesem Land und seinen liebenswerten Menschen um 22.30 die Heimreise nach Rehlingen an.

Um 9 Uhr am Mittwochmorgen erreichten wir Nürnberg, wo wir den vierstündigen Zwischenstopp zum Besichtigen der malerischen Altstadt nutzten, ehe wir endgültig die Heimfahrt via Rehlingen fortsetzten, wo wir am frühen Abend eintrafen.

 

7.5.4   Jahreskonzert 1991 und Kirmes 1992 mit tschechischen Gästen

Dass die bestehenden Kontakte zu den tschechischen Musikfreunden keine Eintagsfliegen waren und unser Besuch in der Tschechei nicht bloß ein Höflichkeitsbesuch war, sollten die Besucher unseres Jahreskonzertes 1991 eindrucksvoll miterleben können:
Für unseren an diesem Konzert verhinderten "etatmäßigen" Konzertmoderator Paul Zimmer jr. übernahm Frau Vera Pukovcova die Ansage unserer beiden Konzerte. Ihr Schwager Bedrich Pukovec, der Dirigent des Blasorchesters aus Pribor, dirigierte unser Orchester beim Posaunen-Express, Norbert Studnitzky, dessen Studienfreund, der seit längerem in Pforzheim wohnt, übernahm die Leitung des von ihm arrangierten „Hofkonzert in Swing“. Wenn wir uns in der Vergangenheit auch gelegentlich schwer taten, um ein passendes Motto für unsere Konzerte zu finden, so fiel es uns diesmal umso leichter: Es war zu sehen, zu hören und zu spüren, in welchem Maße unser diesjähriges Motto “Musik verbindet“  zutraf. Nähere Einzelheiten zu diesem Konzert können dem Konzertbericht im Heft 1/92 des BSM "Saarländische Amateurmusik" entnommen werden.

Völlig ungeplant und unvergessen für uns Musiker und alle Konzertbesucher war der Augenblick, als es unseren Musikfreund Bedrich bei unserem letzten Stück „Dob's Boogie“ nicht mehr auf seinem Platz hielt, er wie ein junger Turner auf die Bühne sprang, von unserem erstaunten Flötisten Marc Schuhmacher eine Piccolo-Flöte erbat und durch eine tolle begleitende Improvisation nicht nur das Publikum aus dem Häuschen brachte, sondern auch uns Musiker in erheblichem Maße ablenkte, so dass wir uns zwingen mussten, uns auf unsere Musik zu konzentrieren!

Auch an der Rehlinger Kirmes des darauffolgenden Jahres (1992) sollten die Rehlinger Bürger und alle Kirmesgäste noch einmal Gelegenheit bekommen, die ganze "Pukovec-Mafia", wie sich die Familie Pu-kovec aus Pribor gerne selbst schmunzelnd bezeichnet, in ihrer ganzen musikalischen Vielfalt erleben zu können. Die Großfamilie Pukovec reiste "mit Kind und Kegel", insgesamt 45 Personen, nach Rehlingen. Das Familienorchester (!) übernahm am Samstag, dem 15.8. (Maria Himmelfahrt) die musikalische Gestaltung des Festhochamtes in der Pfarrkirche "St. Nikolaus" und beteiligte sich am bekannten Frühschoppenkonzert am Kirmesmontag.

Übrigens: Dieser Kirmes-Frühschoppen zieht offensichtlich auch immer wieder viele der "in alle Winde verstreuten" gebürtigen Rehlinger magisch an. Es hat sich herumgesprochen, dass man hier Gelegenheit hat, viele alte Freunde und Bekannte wieder zu treffen. Manchmal hat es den Anschein, als wäre der Kirmes- Frühschoppen ein Simultan-Klassentreffen für viele Jahrgänge! Da sich seit einigen Jahren der Männergesangverein "Germania" mit der Bewirtung der Gäste an dieser Veranstaltung beteiligte, später abgelöst durch den Malteser Hilfsdienst, und seit 1992 auch die Möglichkeit zum Mittagessen in der Halle besteht, sind so die besten Voraussetzungen für einen "ausgedehnten" Austausch gegeben.

Um die Beschreibung der Kontakte zu unseren tschechischen Freunden an dieser Stelle (textlich) abzuschließen:
Im Sommer 1993 kam wieder einer Abordnung tschechischer Gäste - diesmal auf Einladung der Gemeinde und des Kulturverbandes - nach Siersburg. Die Gemeinde Rehlingen-Siersburg stellte die neu initiierten Kulturtage der Gemeinde unter das Motto „Tschechische Folklore“. Eine willkommene Gelegenheit für viele Rehlinger Musiker, viele tschechische Freunde wiedersehen und als Gäste begrüßen zu können. So ist seit dem Musikfestival die herzliche Beziehung zu den Musikfreunden aus Pribor immer mehr vertieft und ausgebaut worden. Deshalb ist seither die Teilnahme unserer tschechischen Freunde an unsere jeweiligen Festivals bis dto. für alle Beteiligten schon fast ebenso selbstverständlich wie unser zweiter Besuch in Tschechien im Sommer 1995 und der dritte im Sommer 2001.

Übrigens: Es blieb bei den Verbindungen zu den Freunden aus Tschechien nicht nur bei Kontakten auf offizieller kultureller oder kommunaler Ebene: Wie sich unsere Aktiven Marliese Melchior und Thomas Dittlinger auch im zwischenmenschlichen Bereich unseren tschechischen Musikfreunden Pavel Marias und Dana Mariasova gegenüber hilfreich zeigen konnten, kann man dem Abdruck des diesbezüglichen Presseberichtes ersehen, der in unserer Festschrift zum „2. Internationalen Festival der Blasmusik“ 1994 veröffentlicht ist.

 

7.5.5   Personalien und Sonstiges

Der aufmerksame Leser dieser Zeilen hat sicher gespürt, in welchem Maße die seit 1989 bestehenden Verbindungen zu den Musikfreunden aus Pribor viele Schwerpunkte unserer Arbeit in diesen Jahren (mit-) bestimmt haben. Daneben gab es eine Reihe anderer Dinge, die an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben sollten:

Vereinsausflüge in den letzten Jahren unternahmen die Rehlinger Musiker nach Neuerburg/Eifel (1991), zweimal nach Eckartsweier/Schwarzwald (1992, 1993) sowie nach Altenheim/Schwarzwald (1994). Erlebnisse und Gegebenheiten dieser (außer Neuerburg) zweitägigen Fahrten mag nur der Teilnehmer selbst richtig einzuordnen (Stichwort: "Jetzt geht's los!“), so dass an dieser Stelle auf weitere Einzelheiten dieser Fahrten verzichtet werden kann.

Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist die zum Euro-Disney-Resort bei Paris durchgeführte Fahrt am 19. und 20. September 1992. Insgesamt 44 Teilnehmer - überwiegend jugendliche Aktive oder noch in Ausbildung befindliche Aktive unseres Vereins - bestaunten im neu eröffneten Disneyland die vielfältigen Attraktionen und Illusionen. Initiiert wurde diese Aktion auf Anregung des derzeitigen Jugendwartes Marc Schuhmacher.

Einen nicht unbedingt üblichen Weg beschritt unser Dirigent Erhard Kallenborn bei der Gestaltung des Programms zu unserem Jahreskonzert 1993: Das Motto "Wunschkonzert" lässt schon erahnen, dass sich die treuen Besucher unserer Konzerte an der Auswahl der zu Aufführung kommenden Stücke beteiligen konnten. Bei der Matinee im Mai '93 waren Wunschzettel verteilt worden, mit deren Hilfe der Publikumsgeschmack zu 7 Gattungen der Blasmusik erforscht werden sollte. Immerhin 268 Matinee-Besucher beteiligten sich an der Aktion. Nähere Einzelheiten können wiederum dem abgedruckten Pressebericht der Festschrift 1994 entnommen werden.

Nachdem im Jahre 1990 unser Ehrenmitglied Karl Englerth verstorben war, sah sich der jeweilige Vor-stand unseres Vereins in den letzten Jahren veranlasst, weitere ehemalige Aktive aufgrund ihrer Verdienste um den Verein zu Ehrenmitgliedern zu ernennen. Bei der Matinee am 27. Mai 1990 wurde Kurt Hellenbrand von seiner aktiven Tätigkeit (Rhythmusgruppe, Pauken) verabschiedet und gleichzeitig zum Ehrenmitglied ernannt. Kurt Hellenbrand war während seiner langjährigen Aktivenzeit stets eine tragende Säule der Kameradschaft. Es gelang ihm immer wieder, in Konfliktfällen vermittelnd einzugreifen. Seine lockere, ungezwungene Art vermochte es immer wieder, gelegentlich auftretende Schärfen bei Proben oder Auftritten wegzuschaffen.
Ebenfalls bei der Matinee, allerdings am 16. Mai 1993, wurde Erich Theobald von seiner aktiven Tätig-keit (Rhythmusgruppe, kleine Trommel) verabschiedet und zum Ehrenmitglied ernannt. Erich Theobald wirkte nicht nur mehrere Jahre im Vorstand mit, sondern bekleidete mit großem Engagement und Akribie seit 1951 das Amt des Notenwartes. Noch nach seiner „Aktiven-Pensionierung“ verging kaum ein Sonntagmorgen, an dem er nicht im Probenlokal im Notenschrank nach dem Rechten sah. Auch für Beschriftungen jeglicher Art und der Mitgestaltung von Bühnenbildern opferte er sehr viel Freizeit.

Auch das Vereinsjubiläum 1994 sollte genutzt werden, verdiente Aktive unseres Orchesters in einem würdigen Rahmen zu Ehrenmitgliedern zu ernennen:
Carmelo Diprimo war zu diesem Zeitpunkt zwar "erst" seit 32 Jahren aktives Mitglied des Musikverein "Almenrausch" Rehlingen, hat darüber hinaus aber bereits in seiner sizilianischen Heimatgemeinde Sutera viele lange Jahre im dortigen Musikverein mitgewirkt. So hatte der Bund Saarländischer Musikvereine (BSM) am Jubiläum1994 die äußerst seltene Gelegenheit, an Carmelo Diprima eine Ehrung für 60-jähriges aktives Musizieren vorzunehmen. Nur Blasmusiker selbst können wohl ermessen, welche Leistung es für einen knapp 74-jährigen sein muss, immer noch am 1. Tenorhorn mitzuspielen. Mit der Ernennung zum Ehrenmitglied scheidet Carmelo aus der aktiven Tätigkeit aus und begibt sich auch im musikalischen Bereich in den verdienten Ruhestand.

Seit 45 Jahren aktiv an Klarinette und Es-Saxophon war Willi Hektor. Seine hohe musikalische Qualifikation und seine ruhige, besonnene Art sind Eigenschaften, die ihn zur Ausbildung unseres Nachwuchses im Bereich der Holzblasinstrumente prädestinierten. Besonders in der Zeit der Gründung unseres Jugendorchesters (1961) übernahm er die Ausbildung einer großen Zahl von Jugendlichen. Auch in den Folgejahren bis zum jetzigen Zeitpunkt sollte seine große Geduld und sein Einfühlungsvermögen immer wieder junge Klarinettisten unserem Orchester zuführen. Dass der Name Hektor sehr häufig in unserer Aktivenliste auftaucht, ist sicher nicht zuletzt auch sein Verdienst.

Der Volks- und Blasmusik bereits seit über 50 Jahren verbunden war zu diesem Zeitpunkt unser ehemaliger Aktiver Werner Kind. Auch er erwarb sich in seiner bis dto. 46-jährigen aktiven Blasmusikerzeit im Musikverein "Almenrausch" große Verdienste um die Schulung des Nachwuchses an der Trompete. Dass er dabei auch vor erwachsenen "Schülern" nicht "zurückschreckte", belegte sein damaliger  Kollege Eugen Fleischle. Werner Kinds Mitwirkung in den im Laufe der Zeit entstandenen vielfältigen Gruppierungen des Vereins belegen sein großes musikalisches Engagement.

Es sind immer wieder solche Personen, die reine Amateurvereine (nicht nur in diesem Bereich) tragen und voranbringen. Ohne ihr aufopferndes Engagement könnten sicher viele Dinge nicht erreicht werden und wäre letztendlich die gesamte Vereinsarbeit in Frage gestellt. Deshalb sei auch an dieser Stelle den genannten Personen nochmals der herzliche Dank aller Mitglieder und Freunde des Musikvereins "Almenrausch" ausgesprochen.

1994 - 1999

7.6. Highlights 1994 - 1999

 
7.6.1   75-jähr. Jubiläum – "2. Intern. Festival der Blasmusik" vom 02. – 05.07. 1994
7.6.2     2. Konzertreise nach Pribor (Tschechien) vom 6. – 12. Juli 1995
7.6.3   Texasfahrt vom 18. Juli – 01. August 1996

7.6.1   75-jähr. Jubiläum – "2. Intern. Festival der Blasmusik" vom 02. – 05.07. 1994

An diesem Festival wirkten neben den einheimischen kulturtreibenden Vereinen folgende Gruppierungen mit: 9 saarländische Musikvereine, 4 Musikvereine aus Baden-Württemberg bzw. Rheinland-Pfalz, 2 Vereine aus dem benachbarten Frankreich und jeweils ein Verein aus Holland, Tschechien, Ungarn,  USA sowie nicht zuletzt das Heeresmusikkorps 9 aus Stuttgart.

Allein diese Aufzählung lässt erahnen, welch großer organisatorischer Aufwand betrieben werden musste, um Unterbringung, Verpflegung und Betreuung der weit angereisten Gäste in einen koordinierten Gesamtablaufplan optimal zu integrieren.
Während viele Vereinsmitglieder und andere Helfer ab Donnerstag (30.06.94) das große Festzelt bei der Kultur- und Sporthalle aufbauten, reisten als erste ausländische Gäste bereits die Mitglieder der All State German Band of Texas an, die in Saarlouis empfangen und zunächst vom Deutsch-Amerikanischen Freundeskreis betreut wurden. Am Freitag konnten wir bereits zum dortigen Mitagessen die Gäste vom Blasorchester Dunakeszi (Ungarn) und das Stadtorchester Pribor (Tschechien) im Festzelt begrüßen.  
Am Samstag nahmen alle drei o.a. Vereine mit insgesamt 250 Personen (!) in der Kultur- und Sporthalle Rehlingen an einem Mittagessen teil. Dabei nutzten sowohl unser Ortsvorsteher Hubert Milius als auch unser Bürgermeister Martin Silvanus die Gelegenheit, diese am weitesten angereisten Gäste in Rehlingen zu begrüßen.

Nachdem im Laufe des frühen Nachmittags auch noch die Musikfreunde aus Altenheim (Schwarzwald), Neuenbürg (bei Pforzheim) sowie De Flanellen (Holland) eintrafen, ließ es sich Martin Silvanus nicht nehmen, jeweils eine Delegation der vorgenannten Vereine zu einem offiziellen Empfang ins Rathaus zu laden. An dieser Stelle sei unserem Bürgermeister einmal recht herzlich gedankt für seine stets wohlwollende Unterstützung (nicht nur) unseres Vereins.

Bei dem Empfang im Rathaus sollte auch der vorgesehene Schirmherr unseres Festes, Bundesminister a.D. Hans-Dietrich Genscher, begrüßt werden. Trotz mehrfacher Zusagen und persönlicher Kontaktaufnahme musste der Musikverein "Almenrausch" Rehlingen e.V. es letztendlich akzeptieren, dass Herr Genscher wenige Tage (!) vor dem Fest „aus privaten Gründen“ seine persönliche Teilnahme absagte. Nur der körperlichen Robustheit unseres derzeitigen Vorsitzenden Günther Dittlinger war es zu verdanken, dass er diese Nachricht ohne Magengeschwür verdaut hat.

Kurzerhand sprang daraufhin für seinen verhinderten Parteifreund als Schirmherr der Vorsitzende der FDP Saar, Dr. Harald Cronauer, ein, der dann auch die Festansprache beim Geburtstagsbankett am Abend hielt.

Erwähnenswert bei diesem Bankett im Festzelt ist das Musikstück Rehlingen 94, das von unserem Musikfreund Norbert Studnitzky, dem bekannten Arrangeur aus Neuenbürg, eigens für unser Musikfest zusammengestellt wurde. In diesem Musikstück hat der Arrangeur in gekonnter Manier bekannte, charakteristische Melodien aller an dem Fest teilnehmenden Länder zu einem harmonischen Ganzen zusammengeführt, wobei das abschließende Steigerlied unseres (Bundes-)Landes in hervorragender Weise den gesamten Rahmen und die Intention dieser Veranstaltung beschreibt: Viele Musiker aus Nah und Fern bei einem harmonischen Miteinander in Rehlingen vereint! Danke, Norbert Studnitzky, für dieses gelungene Werk, das auch später immer wieder bei passenden Gelegenheiten zur Aufführung kam.

Sicher auch nennenswert und immer wieder imposant gleichermaßen für Mitwirkende wie Zuhörer war der Auftritt der beiden Rehlinger Chöre, Kath. Kirchenchor „Cäcilia“ und Männergesangverein „Germania“, gemeinsam mit dem Orchester des Musikverein "Almenrausch".

Nachdem bereits im offiziellen Teil zwischen den Ehrungen und Grußworten das befreundete Stadtorchester aus Pribor (Tschechien) unter der Stabführung von Bedrich Pukovec zu Gehör kam, gestalteten den musikalischen Abschluss des Geburtstagsbanketts das Blasorchester Dunakeszi (Ungarn) und die Dixie-Kapelle „De Flanellen“ aus Teteringen (Holland), die schon hier ihre große Begeisterungsfähigkeit andeuteten. Die überaus hohen Temperaturen, die auch während des ganzen viertägigen Festes anhalten sollten, sorgten dafür, dass es sich noch bis tief in die Nacht – wie auch bei den folgenden Tagen – in geselliger Runde im Zelt aushalten ließ.

Der Sonntag begann mit einem feierlichen Festgottesdienst im Zelt. Die musikalische Gestaltung übernahm der Musikverein Neuerburg (Eifel). So hatte der Zelebrant des Gottesdienstes, unser Pastor Josef Schwarz, noch einmal eine Gelegenheit, Mitglieder seiner ehemaligen Pfarrgemeinde aus der Eifel, wo er bis 1989 wirkte, sehen zu können. Als Konzelebranten neben unserem damaligen Diakon Schmitt nahmen auch zwei mitgereiste Geistliche aus Texas teil. So unterstrich auch dieser „deutsch-amerikanische“ Gottesdienst den internationalen Charakter unseres Festes. Erwähnenswert ist ebenfalls, dass alle Messdiener bei diesem Gottesdienst durch aktive Jugendliche unseres Vereins gestellt wurden.

Das anschließende Frühschoppenkonzert im gut gefüllten Festzelt (Schlussworte unseres Pastors nach dem Segen: „... und bleibet hier in Frieden!“) übernahm The All-State German Band of Texas (Fredericksburg – USA). Zur Überraschung aller vernahm man meist wohlbekannte Klänge aus dem Bereich deutscher volkstümlicher Blasmusik. Das ...German... im Namen des Orchesters hatte also offensichtlich nicht nur mit der vornehmlich deutschen Abstammung der Einwohner aus Fredericksburg zu tun, sondern verdeutlicht wohl auch die favorisierte Musikliteratur dieses Orchesters. (Davon wird an späterer Stelle noch mehr zu berichten sein.)

Vor dem Festumzug am frühen Nachmittag versammelten sich alle teilnehmenden 18 Musikvereine im Bungertstadion zum gemeinsamen Marsch „Alte Kameraden“, dirigiert von Erhard Kallenborn. Der farbenfrohe Start zum Luftballonwettbewerb sowie die lauten Böllerschüsse des einheimischen Schützenvereins machten für den ganzen Ort den Beginn des Umzugs unübersehbar und unüberhörbar. Die zahlreich teilnehmenden Jugendlichen der Rehlinger Ortsvereine (z.T. in Sporttrikots sowie mit Fähnchen unseres Vereins oder der beteiligten Länder „bewaffnet“) waren mehr als ein Farbtupfer. So machte sich unter dem Beifall einer großen Zuschauerkulisse eine bunte „Schlange“ auf den Weg durch Rehlingen, wo viele Musikfreunde die Straßen säumten und unseren Gästen nicht nur applaudierten, sondern angesichts der enormen Hitze auch vielfach en passant – teilweise gleich kistenweise – den begehrten kühlen Sprudel reichten. Herzlichen Dank unserem tollen Publikum!

Währenddessen litten alle im Zelt Gebliebenen trotz Schatten unter der gleichen schwül-heißen Temperatur. So war es nicht verwunderlich, dass die Sanitäter gleich mehrfach Hitzopfer zu betreuen hatten, die ausreichende Kühlung des Kuchens ein fast unlösbares Problem wurde und sogar der kühle Sprudel vorübergehend ausging! Unbegreiflich, wie die Männer der Hanauer Tanzgruppe mit ihren Pelzmützen (!) diese große Hitze schadlos überlebten! Musikalische Kurzweil war auch hier angesagt, denn es spielten zum Ehrenspielen die Société de Musique Municipale Bouzonville aus der benachbarten französischen Partnerstadt der Gemeinde Rehlingen-Siersburg, die Musikvereine aus Eckartsweier (Schwarzwald), Altenheim (Schwarzwald) sowie Neuenbürg (bei Pforzheim).
Am Abend wurde von der Rehlinger Show-Gruppe „Young Generation“  (Leitung: Petra Bettendorf) eine Top-Moden-Show präsentiert. Zwei mitwirkende Tanzpaare, die parallel laufende große Tombola sowie die musikalische Umrahmung der unnachahmlichen Flanellen aus Holland machten diese kontrastreiche Veranstaltung (Moderation: Penny Bettendorf) zu einem erinnerungswürdigen Erlebnis.

Der Montag lud mit dem Bunten Kinder- und Seniorennachmittag auch die Kinder und SeniorInnen aus Rehlingen ins Festzelt ein. Der Zauberer Herzkönig & Lara, der Kinderchor „St. Nikolaus“ Rehlingen, der Kinder- und Jugendchor Siersburg und die Tanzgruppe der kath. Frauengemeinschaft Rehlingen boten ein abwechslungsreiches Programm. Für die musikalische Begleitung sorgte das damalige Musik-Trio (später: die bekannte Gruppe That´s Top) Volker Dittlinger, Ralf Hektor, Dietram Otto. Garniert wurde dieser Nachmittag von dem Start eines Heißluftballons vor dem Festzelt.

Am Abend war ein Internationales Feuerwerk der Blasmusik angekündigt. Wie sich schon bald zeigen sollte, hatten wir mit diesem Motto nicht zu viel versprochen: Das Heeresmusikkorps 9 aus Stuttgart (vermittelt durch den in Rehlingen ansässigen Brigadegeneral a.D. Fritz Eckert), das Stadtorchester Pribor, die Dixie-Kapelle De Flanellen, das Blasorchester Dunakeszi, die Tanzgruppe Pribor, die Show-Tanz-Gruppe „Young Generation“ sowie die brasilianische Show-Tanz-Gruppe „beleza Brasil“ zogen alle Register ihres Könnens. Als die brasilianischen Schönheiten ihre Sambaschritte auch auf die Zelttische ausdehnten, wurde so manchem Mann noch heißer, als es die auch in den Abendstunden noch brütende Hitze ohnehin erzwang. Als dann die holländischen Flanellen – schon längst Publikumsliebling – sich ebenfalls tanzenderweise zu den Brasilianerinnen gesellten, stand das Zelt vollends Kopf. Es hielt niemanden mehr auf seinen Plätzen, alle klatschten und swingten begeistert mit. Ein unvergessener Abend für alle Anwesenden!
Am darauffolgenden Dienstag gab es genügend Zeit zur Regeneration, bis man sich am frühen Abend zum abschließenden Musikalischen Dämmerschoppen ein letztes Mal im Zelt traf. Unter den Klängen der Trachtenkapelle Köllertaler Musikanten sollte das Fest in lockerer und zwangloser Weise ausklingen. Hier wurden auch die ausländischen Gäste verabschiedet. Dabei fanden auch die als Geschenke überreichten Vereinssouvenirs des Musikverein "Almenrausch" Rehlingen e.V. (u.a. Mütze, T-Shirt) regen Absatz. Der Abschied fiel vielfach nicht leicht, war man doch über einige Tage und auf organisatorischer Seite darüber hinaus schon lange im Vorfeld stets in engem Kontakt. Da war es sicher für viele tröstlich zu wissen, dass es schon bald ein Wiedersehen geben sollte (mit Pribor [Tschechien], Fredericksburg [USA] sowie De Flannellen [Holland]).

So ging ein Musikfest zu Ende, das sicher nicht nur in der Erinnerung der Mitglieder des Musikvereins "Almenrausch" Rehlingen e.V., sondern auch bei allen Ortsbewohnern von Rehlingen und allen teilnehmenden Gästen lebendig bleiben wird. Unser uneingeschränkter Dank und Anerkennung gilt deshalb einmal mehr dem Hauptorganisator dieses Festes, unserem derzeitigen Vorsitzenden Günther Dittlinger, für dieses schöne Geschenk eines tollen Gemeinschaftserlebnisses.

7.6.2     2. Konzertreise nach Pribor (Tschechien) vom 6. – 12. Juli 1995

Wie bereits erwähnt, sollten die Musiker des Musikverein "Almenrausch" Rehlingen e.V. mit Anhang bereits ein Jahr nach dem großen Fest Gelegenheit haben, ihre Freunde aus der Tschechichen Republik hin ein zweites Mal zu besuchen. Auf deren Einladung nahmen wir teil am dortigen 3. Internationalen Festival der Blasmusik.

Bereits im Vorfeld hatte diese Konzertreise ihren Schatten auf den sonstigen Konzertablauf eines Jahres geworfen: Die Matinée, das sonst traditionelle Morgenkonzert (wie der Name es ja auch besagt), in dessen Mittelpunkt immer unser Nachwuchs stand, sollte in diesem Jahr einem großen Abendkonzert im Mai weichen. Dadurch sollten die MusikerInnen des Almenrausch-Orchesters Gelegenheit haben, zumindest einen Teil des umfangreichen Repertoires für die Reise in die Tschechei bereits dem heimischen Publikum quasi als Nagelprobe zu präsentieren.

Um 20.00 Uhr begann die Nachtfahrt mit zwei großen Bussen und einem Hänger zum 1.100 km entfernten Pribor, der Heimatstadt des Psychoanalytikers Prof. Sigmund Freud, an der mährischen Pforte unweit der Grenze zu Polen gelegen. Leicht gerädert, etwas unausgeschlafen, aber dennoch guter Dinge wurden wir wieder sehr herzlich gegen Mittag des folgenden Freitags in Pribor empfangen. Das im Park des dortigen Kulturhauses gereichte herzhafte Mitagessen weckte auch wieder alle Lebensgeister.

Am Abend waren wir als Gäste eingeladen beim Konzert des Symphonischen Orchesters Pribor zu einem Abend der weltbekannten Melodien. Der musikalische Leiter, unser Freund Bedrich Pukovec, der gleichsam als musikalische Seele der 30.000 Einwohner zählenden Stadt Pribor angesehen werden muss, hatte nicht nur ein Symphonieorchester, sondern auch einen Chor, Gesangssolisten, ein Blechbläserensemble, ja sogar ein Ballett aufgeboten. Unter seiner dynamisch einfühlsamen und engagierten professionellen Stabführung gelang es ihm einmal mehr, allen Gästen im vollbesetzten Kulturpark unter dem schönen Pavillon einen eindrucksvollen Querschnitt durch dieses Musikgenre zu präsentieren.

Am nächsten Morgen beteiligten wir uns an dem Sternmarsch, der alle teilnehmenden Musikvereine zum zentralen Ort der Stadt, dem quadratischen, hofähnlichen Marktplatz der Stadt führte. Hier gab es u.a. auch ein Massenkonzert aller teilnehmenden Vereine, bei dem 6 verschiedene Musikstücke unter der wechselnden Leitung verschiedener Dirigenten gemeinsam intoniert wurden. Auch unser Dirigent Erhard Kallenborn konnte hier bei ebenfalls großer Hitze (und deshalb schirmbemützt) beweisen, dass er nicht nur die „Almenrauscher“ musikalisch im Griff hat.

An dem anschließenden Empfang beim Bürgermeister und dem dortigen Stadtrat nahmen neben einer Delegation des Musikverein "Almenrausch" Rehlingen e.V. auch die mitgereisten Vertreter des Kulturverbandes (Uschi Weber, Gabriel Becker und Alois Winter) sowie des Gemeinderates der Gemeinde Rehlingen-Siersburg (Beigeordneter Norbert Bettinger, Wolfgang Bourgeois sowie Erwin Gazza) teil. Dabei wurden die mittlerweile auch auf kommunaler Ebene bestehenden Kontakte zwischen den beiden Orten weiter vertieft. Hierbei hat sich auf der Seite der Gemeinde Rehlingen-Siersburg neben Bürgermeister Martin Silvanus besonders Erhard Grein um die Intensivierung des gegenseitigen Austauschs bemüht.
Am frühen Nachmittag gaben der Musikverein Ostrava, ein Blasorchester aus Ungarn, das Jugendblasorchester aus Pribor sowie das Orchester des Musikverein "Almenrausch" Rehlingen ein jeweils einstündiges Konzert im bereits erwähnten Park hinter dem Kulturhaus. Der Tag endete mit einem Tanzabend (vor dem Pavillon) und einem abschließenden Feuerwerk.

Am darauffolgenden Sonntag wiederholte sich der musikalische Ablauf des Vortages für unser Orchester fast genau wieder: Festumzug – Massenkonzert – Konzert im Stadtpark. Das 3. Internationale Musikfestival in Pribor endete musikalisch mit einem gemeinsamen Finale der beteiligten Orchester unter der Leitung von Bedrich Pukovec. Der dabei vorgetragene tschechische Marsch Ceska muzika scheint einigen Rehlingern Aktiven so gut zu gefallen, dass er auch heute noch gelegentlich (z.B. bei Geburtstagsständchen) gewünscht wird.

Nachdem bereits in den Tagen zuvor (zumindest für einige) u.a. eine Besichtigung des walachischen Naturmuseums, der kulturhistorisch interessanten Stadt Stramberk sowie der Burganlage Hukvaldy möglich war, führte der nächste Reisetag (Montag, 10. Juli) in die 30 km entfernte 328.000 Einwohner zählende Stadt Ostrava (früher: Ostrau). Als Betreuerin fungierte dabei die sehr gut deutsch sprechende Renata Spanihelová, die bereits während eines einwöchigen Aufenthaltes im Rathaus in Siersburg die Abläufe in einer deutschen Kommunalverwaltung kennenlernen konnte. Im Gegensatz zum ersten Besuch im Jahre 1991 konnten diesmal die Musikinstrumente eingepackt bleiben. Bummeln und Besichtigen war angesagt.

Am letzten Tag des Aufenthaltes bei den Tschechischen Freunden gab der Musikverein "Almenrausch" Rehlingen auf besonderen Wunsch am Nachmittag noch ein Konzert in Jistebnik, dem Wohnort des tschechischen Posaunisten Pavel Marias. Dieser war im Jahre 1993 längere Zeit bei der Rehlinger Firma Maschinenbau Melchior GmbH beschäftigt und während dieser Zeit auch ständiger Gastmusiker beim Musikverein "Almenrausch". Auch hier war die freundliche Aufnahme und herzliche Gastfreundschaft, die uns wieder während des ganzen Aufenthaltes begleitete, deutlich zu spüren. So war es für uns eine Selbstverständlichkeit, unsere Einladung an unsere hervorragenden und liebenswerten tschechischen Musikfreunde zu unserem diesjährigen Musikfestival noch einmal zu wiederholen.

Das Abschiednehmen nach dem gemütlichen Beisammensein im Stadtpark von Pribor fiel besonders all denen sehr schwer, deren Kontakte mittlerweile auch durch mehrere private Besuche und Gegenbesuche sehr eng geworden waren. Da half auch der mehrfach zu hörende (allerdings in diesem Fall nicht so ernst gemeinte) Pfiff aus der obligatorischen Trillerpfeife unseres Vorsitzenden nichts. Dennoch gelang es, mit „nur“ einer Stunde Verspätung gegen 23.00 Uhr die Heimreise anzutreten. Auf dem Rückweg nahmen wir nach einer weiteren Busnacht die Gelegenheit wahr, das historische Städtchen Rothenburg zu besichtigen. Am späten Nachmittag kamen wir zwar erschöpft, aber voller neuer Eindrücke wieder in Rehlingen an.

7.6.3   Texasfahrt vom 18. Juli – 01. August 1996

Diese sicher nicht alltägliche „Vereinsfahrt“, deren „heiße“ Vorbereitungsphase sich nahtlos an die Rückkehr aus Tschechien anreihte, wurde initiiert durch die Gegeneinladung der beim letzten Rehlinger Fest mitwirkenden amerikanischen Gäste aus dem texanischen Fredericksburg. Noch konnte niemand ahnen, welches Ausmaß und welchen Umfang die organisatorischen Planungen dieses Unternehmens annehmen sollten.

Auch diesmal wurde zur musikalischen Vorbereitung dieser großen Konzertreise die Matinée im Mai wieder umfunktioniert zu einem Abendkonzert, dessen Motto „Almenrausch-Express“ mehr als ein deutlicher Fingerzeig auf die bevorstehende Reise nach Texas war.

Dieser  Reisebericht vermag sicher nur sehr unzureichend die vielfältigen Erlebnisse und Eindrücke dieser Reise in ein scheinbar vertrautes und doch recht fremdes Land wiederzuspiegeln. Dennoch stellt er den Versuch dar, diese Reise zumindest bei den Teilnehmern lebendig zu halten und allen anderen ein Nachempfinden zu ermöglichen.

Einen ausführlichen Reisebericht finden Sie Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier.

1999 - 2009

7.7    Vereinsgeschehen von 1999 – 2009 in Kürze


Diese vorerst letzte Etappe unserer Vereinsgeschichte ist ausführlich in unserer Öffnet internen Link im aktuellen FensterFestschrift beschrieben, so dass hier eine stichwortartige Auflistung wichtiger Eckdaten genügen mag.

09. – 12. Juli 1999: 80-jähr. Jubiläum – "3. Intern. Festival der Blasmusik"
  • Schirmherr: Leo Petry (VSE)
  • Teilnehmer: Gastorchester aus Holland, Italien, Dänemark, Frankreich, Tschechien, Polen, Deutschland
    • Freitag:     Schlagerparty mit den „Barmherzigen Plateausohlen“
    • Samstag:   
      • Festgottesdienst mit Pater Harding, Kirchenchor und Männergesangverein
      • Geburtstagsbankett mit Dirigentenwechsel Erhard Kallenborn zu Josef Gottdang
      • Ernennung Erhard Kallenborns zum Ehrendirigent
    • Sonntag:  
      • Live-Übertragung des SR3: „Rendezvous der Saarlandwelle“ (Moderation: Viviane Shabanzadeh)
      • Auf Sportplatz: Fallschirmabsprung von Günther Dittlinger – Massenchor – Luftballonwettbewerb – Umzug
      • Zelt: Ehrenspielen – „Tanz der Garden“ – Tombola
    • Montag:    
      • Bunter Kinder- und Seniorennachmittag mit Zauberkünstler Martin Matthias
      • Jugendorchester des MVA und Kinderchor „St. Nikolaus“
      • Tanzgruppen des TV Rehlingen
      • Start eines Heißluftballons
      • „Internationales Feuerwerk der Blasmusik“
21. –  30. Juni 2001     Konzertreise nach Príbor (Tschechien), Wien,  Berchtesgaden

Öffnet internen Link im aktuellen Fenstersiehe Festschrift 2009 oder Öffnet internen Link im aktuellen FensterWebsite zur Konzertreise

17. – 24. Juli 2004     Konzertreise nach Rom und in die Toscana

Öffnet internen Link im aktuellen Fenstersiehe Festschrift 2009 oder Öffnet internen Link im aktuellen FensterWebsite zur Konzertreise

09. September 2006    Vereinsfahrt nach Philippsburg und Bad Dürkheim

Öffnet internen Link im aktuellen Fenstersiehe Festschrift 2009

Konzerte:  
  • In jedem Jahr (auch im Festjahr 1999) fanden in der Regel jeweils 2 Konzerte statt:
    • Im April/Mai jeweils die Matinée und im November das Jahreskonzert. Öffnet internen Link im aktuellen Fenster(Fotoserien in Festschrift 2009)
    • Im Jahre 2001 musste wegen des Dirigentewechsels das Jahreskonzert ausfallen. 
    • Anstelle der Matinée (Schwerpunkt: Präsentation der Jugend) wurde aus organisatorischen Gründen 2005 ausnahmsweise eine „Soirée“ durchgeführt.
    • Seit 2007 bieten wir dieses Frühjahrskonzert als Nachmittagskonzert „Café avec … de la Musique“ an.
Jugendarbeit:    Ausbildung, Jugendorchester, Aktivitäten

Öffnet internen Link im aktuellen Fenstersiehe eigener Bericht in Festschrift 2009

Dirigate:    
  • Jugendorchester:   
    • 1998 – 1999    Josef Gottdang       
    • 1999 – 2001    Yannick Erel       
    • 2001 – 2005    Kerstin Schanno      
    • 2005 – 2007    Yannick Erel
  • Hauptorchester:   
    • 1999 – 2001    Josef Gottdang
    • 2001 – dto.     Yannick Erel
 Vorstand:    
  • Der Vorstand des Vereins arbeitet in seiner jetzigen Besetzung größtenteils schon länger als die letzten 10 Jahre zusammen, wenngleich es auch einige Um- und Neubesetzungen gab.
  • Seit 1987 hatte unser Aktiver Günther Dittlinger den Vorsitz, den er bei der Mitgliederversammlung am 31. Januar 2010 abgab. Zum Dank für seine äußerst engagierte Arbeit und in Anerkennung seiner herausragenden Verdienste für den Verein hat der (Rest-)Vorstand beschlossen, Öffnet internen Link im aktuellen FensterGünther Dittlinger bereits a priori anlässlich des Festivals 2009 zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen.
  • Seit 31. Januar 2010 führt der neue Öffnet internen Link im aktuellen Fenster1. Vorsitzende Stefan Dittlinger mit einem vielfach verjüngten Vorstand den Verein.

Hier erhalten Sie die Öffnet externen Link in neuem Fensterganze Chronik als PDF.

Chronik als PDF
 

Letzte Aktualisierung dieser Seite:  28. Juli 2011